African Tarot - Afrikanisches Tarot  Kommentar zu diesem Tarot
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Marina Romito * Denese Palm Home       Impressum
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Abbildungen mit Genehmigung des Verlages.

Auf den ersten Blick sieht dieses Deck aus, wie ein Rider-Waite Klon auf "afrikanisch". Die Bilder wirken naiv und sind eng an die Bilder des Rider-Waite Decks angelehnt. Schaut man die Karten aber etwas öfter durch, so kann man sich einer gewissen Wirkung nicht entziehen. Sie erscheinen mit der Zeit, trotz der naiven Malerei (oder vielleicht gerade deswegen), irgendwie lebendig und erinnern etwas an alte afrikanische Felsmalereien. Man hat ein wenig das Gefühl, als ob sie aus einer Zeit lange vor dem Eindringen der Weissen in Afrika stammen.

Der Untertitel des Decks lautet in der englischsprachigen Ausgabe "Journey into the Self" (Reise ins Selbst), was bereits darauf hindeutet, daß dieses Deck hauptsächlich zu Selbsterfahrungszwecken konzipiert wurde. Die Autoren des Decks stammen aus Südafrika. Das Deck selbst wurde veröffentlicht kurz nachdem Nelson Mandela Präsident von Südafrika wurde. Man kann daher auch davon ausgehen, dass dieses Deck, gegenüber den vielen Tarots, die nur oder überwiegend hellhäutige Figuren zeigen, wohl zugleich ein Ausdruck afrikanischen Selbstverständnisses ist.

Im Vergleich zu den meisten Tarots sind die Karten dieses Decks recht klein. Die großen Arkana tragen die traditionellen Bezeichnungen und auch die Elementsymbole der Kleinen Arkana sind die traditionellen Stäbe, Kelche, Schwerter und Scheiben/Pentakel. In Deutschland ist das African Tarot meines Wissens nur sehr selten erhältlich. Mir liegt eine englischsprachige Ausgabe vor.


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