Astro-Mythologisches Lenormand Kommentar zu diesen Karten
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Verlag und Copyright ©:  Grimaud/France Cartes, Frankreich
Als Lenormand Revival Karten erschienen im Windpferd Verlag
Abbildungen mit Genehmigung des Verlages.

Dieses Deck besteht aus 54 Karten und ist als Einzeldeck oder im Set mit Buch erhältlich. Es wird behauptet, daß Mlle. Lenormand diese Karten selbst entworfen habe. Sicher ist das jedoch nicht. Marie-Anne Adélaide Lenormand soll am 27. Mai 1772 als ältestes Kind des Tuchhändlers Jean-Louis Lenormand und seiner Frau Anne-Marie in Alencon, Frankreich, zur Welt gekommen sein. Sie war schon zu Lebzeiten eine Legende und ging als die "Sybille von Paris" in die Geschichte ein. Ihre Vorhersagen erwiesen sich zu fast 100 % als richtig. Ihre Klientel setzte sich aus allen Bevölkerungsschichten zusammen und nicht wenige Berühmtheiten ihrer Zeit suchten ihren Rat. Sie selbst behauptete, eine gute Freundin von Josephine de Beauharnais gewesen zu sein. Josephine de Beauharnais war die erste Frau von Napoleon Bonaparte und Kaiserin von Frankreich. Angeblich hat die Lenormand ihr vorausgesagt, dass sie einmal Kaiserin von Frankreich werden würde. Diese Vorhersage soll während der französischen Revolution gemacht worden sein, also zu einer Zeit, als noch niemand wissen konnte, dass es in Frankreich je wieder eine Monarchie geben würde. Auch Napoleon selbst soll ihren Rat gesucht haben. Er war der Lenormand in späteren Zeiten allerdings nicht besonders gut gesonnen. Unter anderem hatte sie ihm wohl vorausgesagt, dass sein Glück mit Josephine verbunden wäre. Würde er sich von Josephine trennen, würde ihn auch sein Glück verlassen. Leider nahm Napoleon diese Vorhersage nicht ernst. Wie die Geschichte zeigt, hat die Lenormand recht behalten. Sie soll Napoleon außerdem seinen gesamten Aufstieg und Fall vorhergesagt haben, inklusive einem unrühmlichen Ende im Exil. Napoleon soll darüber gelacht haben. Josephine und Napoleon waren jedoch nicht die einzigen Berühmtheiten unter Marie-Anne Lenormand's Klientel. Viele gesellschaftliche, politische und militärische Größen der damaligen Zeit suchten ihren Rat und das nicht nur in Frankreich. Marie-Anne Lenormand wurde mit der Zeit eine internationale Berühmtheit. Sie verstand es wohl auch, sich selbst ins rechte Licht zu rücken, was ihr später des öfteren negativ ausgelegt wurde. Ansonsten gelang es nicht, ihr etwas Negatives anzuhängen. Mehr als einer hat versucht, sie zu entlarven und als Betrügerin darzustellen. Gelungen ist es keinem. Vielen Ihrer Zeitgenossen war sie zudem durch ihre politischen Überzeugungen, die sie offen aussprach, ein Dorn im Auge. Selbst äußerst kritische Forscher unserer Zeit, die das Phänomen Lenormand untersucht haben, mussten zugeben, dass an den seherischen Fähigkeiten der Sybille von Paris möglicherweise wirklich etwas dran gewesen sein könnte. Sie starb im Alter von 72 Jahren am 25. Juni 1843. Marie-Anne Lenormand benutzte mehrere Divinationssysteme, darunter auch Tarot- und andere Divinationskarten, sowie Astrologie und Numerologie. Die ihr zugeschriebenen Astro-Mythologischen Karten soll sie um 1820 selbst entworfen haben. Auszuschließen ist das nicht. Sie wurden jedoch erst im Jahre 1890 vom französischen Verlag Grimaud herausgegeben. Über eine frühere Ausgabe ist jedenfalls nichts bekannt. Die Karten zeigen im Hauptbild überwiegend Szenen aus der griechischen Mythologie, von der die Lenormand besonders fasziniert war. Astrologisch werden nicht nur die Tierkreiszeichen und Planeten berücksichtigt, sondern auch andere Sternbilder, sowie Fixsterne. Das numerologische System entspricht nicht den gängigen, bekannten Systemen. Das Arbeiten mit den Astro-Mythologischen Karten ist nicht ganz einfach und erfordert einiges an Studium und Übung. Auch sollte niemand davon ausgehen, dass er, selbst bei bester Kenntnis dieser Karten, die gleiche "Trefferquote" erreichen wird, wie die Sybille von Paris. Die Lenormand war wahrscheinlich eine begnadete Seherin, die die Karten und andere Divinationssysteme wohl zur Anregung ihrer eigenen seherischen Fähigkeiten benutzt hat. Ein "sicheres System" wird man in diesen Karten vergeblich suchen. Es ist bekannt, daß die Lenormand selbst mit einfachen Kartenspielen arbeiten konnte und auch damit immer wieder "ins Schwarze" traf. In ihrer Anfangszeit soll sie Étteilla-karten benutzt haben.

Zu Marie-Anne Lenormand siehe auch unter Waite, Crowley & Co..


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