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Ich bin Carlos, ein Steinkauz.

Obwohl ich unter den Eulenarten zu den kleinsten gehöre, was die Körpergröße angeht, bin ich doch, historisch gesehen, eine der Größten. Ich bin nämlich das heilige Tier der Göttin Athene. Ja, ich bin die Eule, die Athene immer begleitet und die den alten Griechen heilig war. Sie verehren mich bis heute. Die Eule auf der griechischen Euromünze: Das bin ich!

Leider aber werde ich nicht überall so verehrt. In Deutschland hatte man früher sogar richtig doll Angst vor mir. Und das, obwohl ich doch so klein bin! Na ja, die Menschen und ihr Aberglaube. Es ist nämlich so, das mein Ruf "Kuwitt", sich für die Menschen so ähnlich anhört, wie "Komm mit". Seltsamerweise haben sie geglaubt - und manche tun das auch heute noch - dass ich diesen Ruf ausstoße, wenn jemand sterben muss. So ein Quatsch! Dabei habe ich doch nur die Nähe der Menschen gesucht. Auf ihren Obstwiesen mit niedrigem Baumbestand kann ich ganz einfach am besten jagen. Außerdem komme ich zwar sehr gut mit der Kälte im Winter zurecht, habe es aber trotzdem auch gerne warm und kuschelig und ich liebe die Sonne. Da ist es doch ganz natürlich, wenn ich dorthin fliege, wo Licht ist. Und die Menschen können nun mal mit ihren Kerzen und Lampen auch in der Dunkelheit Licht machen. Das hat meine Artgenossen früher angezogen. Heute sind wir klüger.

Meine Angewohnheit, mich abwechselnd so groß, wie möglich zu machen und dann wieder in die Hocke zu gehen, wenn ich etwas Unbekanntes sehe und mich ein wenig fürchte, fanden die Menschen zwar recht drollig, aber es hat auch dazu geführt, dass sie in mir eine Art Kobold sahen, und damit schon wieder irgendetwas "Gefährliches". Dabei will ich damit doch nur meine Feinde abwehren. Wer würde das nicht tun, wenn er Angst bekommt oder einfach nur unsicher ist?

Ich lebe hier in der Falknerei im Hochwildschutzpark Hunsrück. Hier fühle ich mich wohl, denn ich bin hier aufgewachsen und hier bin ich zuhause. Susanne kommt oft zu mir und dann gehen wir zusammen spazieren. Ich sitze dann auf ihrem Falknerhandschuh und wir unternehmen lange Wanderungen durch den Park. Auf dem Foto oben kommen wir gerade von einem solchen Spaziergang zurück.

Schaut mal, hier wohne ich:    Falknerei im Hochwildschutzpark Hunsrück/Rheinböllen

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