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Zum Gedenken

Hajo Banzhaf ist am 11.02.2009 in München völlig unerwartet nach einer Operation an einer Lungenembolie verstorben.

Die Nachricht vom Tode Hajo Banzhafs kam so unerwartet, dass ich sie mehrmals lesen musste, bis ich sie verstanden hatte. Es war ein Schock, nicht nur für diejenigen, die ihn persönlich kannten, sondern wohl für jeden, der sich ernsthaft für Tarot interessiert. Hajos Name war und ist wie nur wenige andere mit dem Tarot verbunden, selbst über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus. Seine Bücher, die in viele Sprachen übersetzt wurden, zählen heute zur klassischen Tarotliteratur. Jeder, der mich schon einmal nach einem guten Tarotbuch gefragt hat, weiß, dass Hajos Bücher auf meiner Empfehlungsliste nie gefehlt haben. Sein "Arbeitsbuch zum Tarot" war eines der ersten Tarotbücher, die ich mir gekauft hatte. Das war, soweit ich mich erinnere, irgendwann in den 80iger Jahren. Ich habe das Buch immer noch.

Hajo Banzhaf hat viel dazu beigetragen, dass das Tarot aus der reinen Wahrsageecke herausgekommen ist. Nicht nur mit seinen Büchern, sondern auch in vielen Vorträgen und Seminaren hat er insbesondere auch die Symbolsprache des Tarot einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht. Das Tarotforum auf seiner Homepage tarot.de bietet seit Jahren vielen Tarotinteressierten eine Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen. Die Seite wird auch nach seinem Tod weitergeführt. Zusammen mit seiner Frau Brigitte Theler-Banzhaf gründete er den Ersten Deutschen Tarotverband e.V., der sich seitdem steigender Mitgliederzahlen erfreut.

Der Verlag Königsfurt-Urania wollte Hajo Banzhaf's neuestes Buch mit dem Titel "Zwischen Himmel und Erde - Quintessenz aus Esoterik, Astrologie und Tarot" zu seinem 60. Geburtstag am 15. Mai 2009 herausbringen. Das Buch wird erscheinen, als sein Vermächtnis.

Ich selbst habe Hajo als offenen, freundlichen und immer zugänglichen Menschen kennengelernt. Jeder, der ihn kannte, wird das bestätigen und wer ihn nicht kannte, kann es getrost glauben. Mit seinem Tod wurde nicht nur fachlich, sondern auch menschlich eine große Lücke in die Welt des Tarot gerissen.

Im November 2009 fand in Hamburg der internationale Tarotkongress statt, veranstaltet vom Ersten Deutschen Tarotverband. Dieser Kongress lag Hajo besonders am Herzen. Es ist nur schwer fassbar, dass er ihn nicht mehr erleben durfte.

Bereits im Dezember 2007 mußte Hajo Banzhaf einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Seine Frau Brigitte Theler-Banzhaf verstarb nach langer, schwerer Krankheit. Obwohl ich Brigitte Theler nie persönlich kennengelernt hatte, war ich damals doch sehr betroffen und ich bewunderte, wie Hajo seiner Frau zur Seite gestanden und jahrelang zusammen mit ihr gegen die Krankheit gekämpft hatte. Bis zum Schluss. Brigitte Theler-Banzhaf ist in seinen Armen verstorben.

Hajos letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Münchner Nordfriedhof. Keiner, der ihn kannte, wird ihn jemals vergessen.

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