DruidCraft Tarot  -  Teil 1
Das Druiden- und Wicca-Tarot

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Naturgemäß können in den Tarotwelten nicht alle Karten eines Tarots gezeigt werden. Ich muss mich also bei jedem neuen Tarot entscheiden, welche Karten ich zeige und welche nicht. Meist ist das kein Problem. Manchmal aber fällt die Entscheidung schwer. Das DruidCraft Tarot ist so ein Fall. Jede einzelne Karte dieses Tarots ist so gelungen, dass es mir schwer fiel, eine Auswahl zu treffen.

Das DruidCraft Tarot basiert auf dem Druidentum der Kelten, welches sich heute in modernen Druidenorden und der Wicca-Religion fortsetzt. Philip und Stefanie Carr-Gomm leiten den Orden der Barden, Ovaten und Druiden  (OBOD), den größten Druidenorden Englands, der auch international zu den bedeutensten Druiden-vereinigungen zählt. 

Will Worthington, der ebenfalls dem OBOD angehört, beschäftigt sich bereits seit mehr als 20 Jahren intensiv mit der Keltischen Religion und Mythologie. In seine künstlerische Arbeit läßt er mittelalterliche Techniken einfließen, die seinen Werken eine zusätzliche Tiefe verleihen. Auch die Kartenbilder des DruidCraft Tarot verströmen den Geist längst vergangener Zeiten und scheinen diese wieder zum Leben zu erwecken. Sie sind weder idealisierend noch effektheischend, sondern wirken auf subtile Art real.

Druidentum und Wicca sind zwei nur vordergründig verschiedene, letztendlich jedoch auf gemeinsamem spirituell-religiösen Gedankengut basierende Mysterienschulen, die auf uralte Traditionen zurückgehen und gemeinsam den sogenannten Alten Pfad bilden. Das DruidCraft Tarot setzt die Traditionen und die Spiritualität dieses Alten Pfades in die Sprache des Tarots um. Dabei wurde die traditionelle Tarotsymbolik beibehalten, zusätzlich jedoch durch Symbole der keltischen Mythologie vertieft. Es lohnt sich, die einzelnen Karten intensiver zu betrachten und dabei insbesondere auf Details zu achten.

Das Begleitbuch, welches zusammen mit dem Tarot geliefert wird, ist sehr umfassend und bietet neben der ausführlichen Besprechung einer jeden Karte eine Einführung in die dem DruidCraft Tarot zugrunde liegenden Mythen und keltischen Traditionen. Dabei ist das Buch auch als eine kleine Mysterienschule zu verstehen, die mit Hilfe der Karten auf eine Initiationsreise führt. Der Weg beginnt mit den Karten der Kleinen Arkana als den Karten der äußeren Mysterien. Den Anfang machen die Hofkarten, wobei zwischen der Bedeutung der Hofkarten als Personenkarten und als Ereigniskarten unterschieden wird. Es folgen die Zahlenkarten, unterteilt nach ihrem Zahlenwert. Jeder Kartengruppe wird die Bedeutung der jeweiligen Zahl nach der pythagoräischen Numerologie vorangestellt. Den dritten Teil der Reise bilden die Großen Arkana, welche die  inneren Mysterien repräsentieren. Auch hier wird wieder ausführlich auf jede Karte eingegangen und insbesondere der innere Zusammenhang der Großen Arkana erklärt. Im letzten Teil des Buches werden einige Techniken und Legesysteme vorgestellt. 

Es ist allerdings nicht nötig, dem Druidentum oder der Wicca-Religion nahe zu stehen, um sich für dieses Tarot zu begeistern, denn die Karten sprechen durch ihre Schönheit auch diejenigen an, die sich dem Alten Pfad nicht verbunden fühlen. Wir treffen sowohl auf Gestalten der keltischen Mythologie, als auch auf Szenen aus dem Alltagsleben einer vergangenen Kultur, die so lebendig wirken, als hätte es die Jahrhunderte, die uns von ihr trennen, nie gegeben.